Das neue Integrationsgesetz will »fördern und fordern«, doch das Misstrauen überwiegt.
Papier ist geduldig. »Die neu Angekommenen sollen zu guten Nachbarn und Bürgern werden«, steht in der grundsätzlichen Erklärung der Bundesregierung zum neuen Integrationsgesetz. Doch wenn man den Katalog des »Förderns und Forderns« durchblättert, schimmert an allen Ecken Misstrauen durch. Das Fordern steht ganz vorne – mit Zwang und Sanktionen. Wer sich nicht integrieren will, ist raus. Das ist die Botschaft an die Stammtische. Flüchtlinge werden unter den Generalverdacht gestellt, Integrationsverweigerer zu sein; als ob man sie zu ihrem Glück zwingen müsse. Das hat nichts mit dem Anspruch auf ein nachbarschaftliches, respektvolles Miteinander zu tun, das die Bundesregierung selbst formuliert hat...
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